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Bist du am Leben interessiert?

Springst du jeden Morgen voller Freude aus dem Bett und rufst „Wow, wie herrlich ist es am Leben zu sein?“

Wenn Ja, dann gratuliere ich dir, denn du bist eine echte Ausnahme. Natürlich gelingt uns das nicht jeden Tag und natürlich gibt es Zeiten, in denen uns das Leben echt herausfordert. Das ist eben das Leben.

Aber selbst in Zeiten der Herausforderungen, wo uns das Leben vor so manche Prüfungen stellt ist es ein großer Unterschied, ob wir uns diesem Abenteuer „bejahend“ und lösungsorientiert stellen oder ob wir resigniert und müde einfach nur „aushalten“ oder klagen.

 

Während der Zeit meiner Neuorientierung in meinem Leben inspirierte mich ein Song von Xavier Naidoo:

 Bist du am Leben interessiert? Hast du dieses Wunder schon kapiert?

 Gefolgt von den Zitaten

 Erst das Notwendige – dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche.

 (Franz von Assisi)

 Wenn du wissen willst wer dich beherrscht, musst du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.

 (Voltaire)

 

Und nun die Praxis...

Als mein „Transformationsprozess“ begann, war ich bei einer Geburtstagsfeier von lieben Freunden eingeladen. Nach kurzer Zeit standen wir in einer Gruppe beisammen und redeten über „alte Zeiten“. Ich konnte deutlich wahrnehmen, wie sich ihre Gesichter verjüngten, die Augen strahlten, die Stimme kräftiger wurde und allgemein in jedem von uns die Energie anstieg. Begeisterung lag in der Luft und die sprühende Energie war beinahe greifbar.

 

 Auch damals, als wir noch jung waren, hatten wir so unsere „Probleme“. Job verloren, Liebeskummer (einen nach dem anderen), kaum Geld, das Auto mal wieder kaputt. Unsere Wohnungen waren mehr als bescheiden und was noch vor uns lag, konnten wir damals nicht mal erahnen. Heute können wir darüber lachen, sind stolz darauf wie wir es bis hier her schafften und welchen unglaublichen Spaß wir damals hatten. Manches lief vielleicht nicht so glatt, aber den Spaß und die Lebenslust ließen wir uns einfach nicht nehmen.

 Plötzlich fiel der Satz „Ja, ja, damals. Das waren noch Zeiten“. Gedankenversunken blickte jeder in sein Glas, schwelgte noch etwas in den Erinnerungen, seufzte und dann gingen die „Lichter in den Augen wieder langsam aus“. Ich wagte es zu fragen, was denn JETZT so ihre Perspektiven sind und erntete verwunderte Blicke. Also begann ich zu erzählen, dass ich noch so einiges vorhabe und dafür auch bereit bin, so manches Risiko einzugehen.

 

 „Was ist los mit dir? Hast du eine Midlifecrisis?“ wurde ich gefragt.

 Beinahe alle meine Klienten schildern mir derartige Dialoge. Es scheint ziemlich ähnlich abzulaufen. Die Einen, die plötzlich fühlen, dass etwas fehlt und die Anderen, denen das gar nicht auffällt. Die Erklärung für das Phänomen ihrer Resignation folgte umgehend:“ Das ist halt so!"

 Wann und wodurch haben wir angefangen DAS einfach als „normal“ hinzunehmen?

Wir haben auch Verantwortung

Ver- ANTWORT ung, bedeutet: "Was ist DEINE ANTWORT auf das was das Leben dir gerade präsentiert? Verantwortung bedeutet nicht SCHULD, jemanden etwas schuldig zu sein, oder uns schuldig zu machen, wenn wir gut auf uns achten.

Ja, wir haben Kinder, Verpflichtungen, einen Job und Rechnungen zu bezahlen.

Und Ja, wir haben eine Verantwortung. Die Verantwortung unserer nächsten Generation vorzuleben, dass das Leben Freude bereitet. Das wir mutig die Herausforderungen annehmen und jeder Lebensabschnitt lebenswert ist. Dass wir in unserer Kraft stehen und Freude haben unsere Träume zu realisieren. Dass wir am Ende unseres Lebens nicht bereuen, dass Eine oder Andere getan oder nicht getan zu haben. Transformieren bedeutet einen „Schatz“ an Erfahrungen aus deinem Leben zu heben und diesen an die nächste Generation weiter zu geben, damit wir SELBST und unsere Kinder mutig ihren Weg gehen können.

Der Herzschlag des Lebens - rauf und runter

Der innere Impuls nach Begeisterung und Lebensfreude ist KEINE Störung, es ist das Leben selbst, das sich ausdrücken will.

 

Wenn du so willst, befinden wir uns in der Transformationszeit großteils ALLE irgendwie in einer Art Krise. Manche nennen es „Burn out“, andere „Midlifecrisis“. Diese Krise zieht sich durch Jung und Alt, arm und reich. Selbst Menschen, die bereits alles erreicht haben was sie wollten, fühlen eine innere Leere, weil tief in ihnen "der Sinn" verloren ging auf dem Weg zu ihren Zielen.

 

„Man kann doch nicht alles hinschmeißen!“ bekam ich zu hören. Wer ist eigentlich „man“? fragte ich mich und von hinschmeißen und davonlaufen kann bei dem Weg zurück zu sich Selbst wahrlich nicht die Rede sein. Du würdest deine Rollen und Ängste ohnehin im Gepäck mitnehmen, ganz gleich ob und wie oft du den Job, den Partner, oder deinen Wohnort änderst.

Der Weg zurück zu sich selbst, zu deinem ursprünglichen Sein, ist ein sehr stiller und besonnener Weg. Auf diesem Weg geht es nicht um Täter und Opfer, nicht um gut oder böse, nicht um richtig oder falsch. Es ist eine Art „Entdeckungsreise“, bei der du dich jeden Tag ein Stück mehr entfaltest, neu kennenlernst und dein Leben, das, was dich begeistert, wieder zurück eroberst.

 

Im Idealfall lässt du dich begleiten, denn es werden mehr als einmal Zweifel auftauchen, oder Menschen in deinem Umfeld sein, die dich nicht verstehen können und denen es Angst macht, dass du anfängst die Dinge in Frage zu stellen und nach DEINEN Antworten suchst.

 

Was für ein Leben?

 Ein Kollege erzählte mir letztens, er würde seinen Klienten folgende Frage stellen: „ Für welches Leben willst du eigentlich mehr Energie?“ Anfangs empfand ich das ziemlich provokant, bis ich erkannte, dass die Frage durchaus seine Berechtigung hat. Diese scheninbar „unverschämte“ Frage ist ein Impuls uns mal zu fragen, warum wir wirklich so ausgelaugt und antriebslos sind. Was „kostet uns so viel Energie?“

 

Welches Leben würdest du leben, wenn du vor Energie nur so überfließen würdest?

 

 Erinnerst du dich noch, als du zum ersten Mal verliebt warst? Wie wichtig war es dir, dass dein Partner die Schuhe richtig hinstellte, seine Kleidung nicht herum liegen ließ, oder ob an der Kassa mal wieder eine lange Schlange war?

Hat es dich irgendwie genervt?

Was ist seither geschehen?

Wo ist die Begeisterung, die Leichtigkeit und Gelassenheit verloren gegangen?

 

Das ist meine Vorstellung von Verantwortung unseren Kindern gegenüber. Selber vorleben statt „erziehen“. Ihnen zu zeigen, dass alles zum Leben gehört und ihnen von unserer ganz persönlichen und menschlich unperfekten „Heldenreise“ zu erzählen.

 

Dass es Zeiten gibt, wo wir uns erwachsen und tapfer ein wenig zurücknehmen müssen um unseren Pflichten nach zu kommen und es Zeiten gibt in denen wir „Innere Arbeit“ zu leisten haben, um nicht zu grantigen, ausgebrannten und leblosen Menschen zu werden. Und, dass wir uns trotz all dem stets be-GEISTERT weiterentwickeln und unsere Freude am Leben haben.

 Ich lade dich ein, dich mal mit diesen Fragen zu beschäftigen. Du wirst erkennen, dass du in deinem Leben bisher schon so viele Talente und Stärken entwickeln konntest, gerade WEIL das Leben so manche Herausforderungen für dich bereitstellte.

 Was sind deine Stärken?

"Jetzt noch vernünftig zu werden ist auch schon zu spät"

Ich sehe dich

Alles Liebe

Eva